+++ Herzliche Einladung zum diesjährigen Sommerkonzert am 17. Juli +++

Aktuelles

0BCD7A2D 5156 443F BF35 B57C2CA99102 Der ehemalige EG-Schüler, Dr. Philipp Brandl, der am GEOMAR Helmholtz Centre for Ocean Research in Kiel forscht und sich derzeit auf der „Joides Resolution“, einem Forschungsschiff, im Südpazifik befindet und gemeinsam mit einem Team von etwa 30 internationalen WissenschaftlerInnen den untermeerischen Vulkan „Brothers“ genauer untersucht, ermöglichte den beiden zehnten Klassen am 12.06.2018 quasi einen Ausflug auf dieses Schiff. Zwar ca. 20 000 km entfernt und doch mittels moderner Videoübertragung durch Satellit hautnah live dabei durften die ZehntklässlerInnen nicht nur Interessantes über das Forschungsprojekt kennen lernen, sondern gemeinsam mit Philipp an einem Rundgang über das Schiff teilnehmen. So erfuhren die SchülerInnen beispielsweise, dass die technische Ausstattung auf dem Schiff z.T. besser sei als an mancher Universität, dass die aus der Tiefe geholten Bohrkerne zunächst zur Akklimatisierung einige Stunden in einem Regal lagern und dann aufgeteilt werden in eine Archiv- und eine Arbeitshälfte. Die begehrten Gesteinsproben werden von den WissenschaftlerInnen an verschiedenen Stellen mit kleinen Fähnchen, auf denen sich die jeweiligen Initialen befinden, versehen, um so zu markieren, an welchem Bereich des Bohrkerns der jeweilige Wissenschaftler bzw. die jeweilige Wissenschaftlerin später noch arbeiten will.

Das Spezialgebiet unseres ehemaligen Schülers, der im Jahr 2003 sein Abitur abgelegt und bereits 1999 bei „Jugend forscht“ einen Preis gewonnen hat, ist die Gesteinsbeschreibung mit Hilfe von Dünnschliffen. Dazu wird das Gestein auf 30 Mikrometer dünn geschliffen und zwischen zwei Abdeckglasscheiben zur weiteren Untersuchung unter das Rasterelektronen-mikroskop gelegt.

Gegen Ende der spannenden Unterrichtsstunde durften die SchülerInnen noch persönlich Fragen an Philipp stellen. Hier erfuhren sie beispielsweise, dass der Bohrkern bereits nach 20 Minuten an Deck ist und dann die eigentliche Arbeit damit beginnt, auch dass das Schiff aus den 70er Jahren stammt und ursprünglich für eine Ölfirma konzipiert und anschließend als Forschungsschiff umgebaut wurde, oder dass die Besatzung für die zweimonatige Expedition u.a. 750kg Reis und eine Tonne Kartoffeln mit an Bord genommen hat und dass immer wieder Probleme mit dem Wetter und entsprechend hohem Wellengang auftreten.

Wir danken unserem ehemaligen Schüler, Dr. Philipp Brandl, für diese außergewöhnliche und höchst interessante Unterrichtsstunde!

Katrin Schön

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Auch dieses Jahr nahmen Schüler des Erasmus-Gymnasiums wieder erfolgreich mit ihrem künstlerischen Beitrag am Europäischen Wettbewerb teil, der dieses Jahr schon zum 65. Mal junge Leute dazu aufforderte, sich mit vielseitigen Themen rund um das Thema Europa auseinanderzusetzen.

Unter über 23000 Teilnehmern  konnten Lena Espach 5a und Irina Stang 5b zum diesjährigen Motto  „Denk mal – worauf baut Europa?“ jeweils eine Landesurkunde erringen. Zum Modul ihrer Altersgruppe „Verein(t) für Europa“ wurden die Schüler aufgefordert, sich und ihre Freunde bei einer Tätigkeit in einem Verein, in dem sie sich engagieren oder engagieren möchten zu malen. Die Ehrung der Preisträger findet am 10. Juli in feierlichem Rahmen in Regensburg statt, wo Regierungspräsident Herr Axel Bartelt und der Bezirkspräsident Herr Franz Löffler den stolzen Gewinnerinnen die Auszeichnungen überreichen werden.

 

Wettbewerb2018

 

Preisverleihung im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz

Preisverleihung 2018

Am 19.4.2018 fuhren die 9. Klassen gemeinsam mit ihren Geschichtslehrern, Herrn Häusler und Frau Biehler, in die KZ-Gedenkstätte Dachau. Nach der Ankunft hatten die Schüler zunächst etwas Zeit sich eigenständig in der Dauerausstellung umzusehen und schon dort schockierte das Ausmaß der Grausamkeit dieser Zeit alle Schüler. Das damalige Leid der insgesamt 200000 Gefangenen allein im KZ Dachau spiegelt sich noch immer in den kalten, leeren Räumen und den Berichten der überlebenden Insassen wider.

Die darauffolgende Filmvorführung - auf freiwilliger Basis basierend, da auch Bilder der verstorbenen Opfer gezeigt wurden -  verdeutlichte die systematische Folter und Demütigung mit Originalaufnahmen noch einmal mehr.

Im Anschluss begann die Führung über das Gelände, in der vom Leben im KZ detailliert erzählt wurde: Ob das Töten von Neugeborenen vor den Augen der Mütter, ob tödliche medizinische Experimente an Gefangenen, ob das Zu-Tode-Prügeln der Insassen oder der sogenannte Todesmarsch, bei dem Gefangene ohne Wasser und Nahrung in Richtung Alpen geschickt wurden, da das KZ Dachau überfüllt war - das damalige nationalsozialistische Regime schien weder den kleinsten Funken Menschlichkeit noch Grenzen der Quälerei zu kennen.

Im sog. „Bunker“, dem Gefängnis des KZ, das 1938 von den Häftlingen von fünf auf 136 Zellen erweitert werden musste, sind bedrückende Texte über den Lageralltag aus Tagebüchern oder Berichten der Gefangenen zu lesen.

Zuletzt wurde das Krematorium gezeigt, in dem zeitweise zwischen 50-100 Leichen täglich verbrannt und in dem insgesamt 11000 Häftlinge eingeäschert wurden. Die spät gebaute Gaskammer in Dachau war zwar offiziell nie in Benutzung, doch nachts wurde sie

wohl heimlich ausprobiert.

Angesichts all dieser Unmenschlichkeiten ist der Wille der meisten Gefangenen zu kämpfen und zu überleben erstaunens- und bewundernswert.

Für uns Schüler bleibt das KZ Dachau eine Mahnung, sich stets gegen Unrecht, Rassismus und Diktatur zu engagieren!

Lisa Brandel (9b)

KwdM Juni18

Tobias Singer 8a

Stillleben

Der Großteil der Befragten und sogar Schüler des Erasmus-Gymnasiums könnten diese Frage wohl nicht hinreichend beantworten.

Um dies zu ändern, machten sich neun Schülerinnen und Schüler aus der Begabten - Förderung am 2. Mai mit Herrn Witt als Mentor und Frau Grünauer nach gründlicher Vorbereitung auf den Weg zur baden-württembergischen Landesausstellung über die Etrusker nach Karlsruhe. Zwar erfolgte die Zugfahrt in einem bequemen Intercity, aber ihre Dauer entsprach allein schon einem 6-Std.-Schultag. Dank einer Führerin, die durch fundiertes Hintergrundwissen und eigenes Interesse die Kultur der Etrusker besonders anschaulich und verständlich zu präsentieren verstand, kann die anfangs gestellte Frage von der Gruppe nun treffend beantwortet werden.

Über die Etrusker, eine unter Wert verkaufte Hochkultur, ist im Vergleich zu den alten Römern oder Griechen wenig bekannt, was den Besuch einer solchen Ausstellung aber umso reizvoller erscheinen lässt. Wir können ihre Sprache nur zum Teil entschlüsseln, da vor allem Eigentumsbekundungen und Quittungen schriftlich überliefert sind. Zudem schrieben und lasen die Etrusker wie „ein Ochs, der die Ackerfurche bestellt“, also abwechselnd von rechts nach links und von links nach rechts. Das Verständnis wird damit rund 2500 Jahre später nicht unbedingt erleichtert. Die Herkunft der Ras(en)na, wie sich die in der Toskana beheimateten und in Stadtstaaten organisierten Etrusker selbst nannten, wirft schon seit der Antike Fragen auf und ist der Grund für eine rege Diskussion zwischen Gelehrten. Erst vor kurzem konnte die These des griechischen Historikers Herodot, dass die Etrusker ursprünglich aus Kleinasien kamen, mit Hilfe von genetischen Reihenuntersuchungen erhärtet werden. Das Klischee von den feierwütigen und lustorientierten Etruskern wurde in der Ausstellung erfolgreich widerlegt und in das Gegenteil verwandelt: um die besonders fortschrittliche Kultur, in der Mann und Frau weitgehend gleichberechtigt waren, nicht zu verbreiten und ihre eigenen Frauen nicht zu entsprechenden Forderungen anzuregen, wurden etruskische Sitten von Griechen und Römern bewusst in ein falsches Licht gerückt.

Besonders im Gedächtnis wird vielleicht der hohe sowohl materielle als auch gesellschaftliche Wert eines halbrund gewebten Stofftuches bleiben, der heute ungefähr mit einem Kleinwagen zu vergleichen ist und ausschließlich einer Oberschicht von ca. fünf Prozent der Bevölkerung vorbehalten war. Auch die Art, in welcher das Mysterium Etrusker beispielsweise in Filmen verarbeitet wird, wird den Schülerinnen und Schülern dank eines trashigen italienischen Horrorfilms aus den 70er Jahren unvergesslich bleiben.

Zusammenfassend kann der Ausflug, der durch Fördermittel der MB-Dienststelle finanziert wurde, aufgrund der Vergrößerung des Wissenstandes, einer erlebnisreichen Reise, die Abwechslung in den oft eintönigen Schulalltag brachte und einer Zugfahrt, die größtenteils mit Kartenspielen und dem damit einhergehenden Knüpfen neuer sozialer Kontakte verbracht wurde, als voller Erfolg gewertet werden.

Luzia Ram, 10b

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