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Aktuelles

KwdM Juli20

Nia Herbst Q11

Honiggefäßdesign

NIKE

Jonathan Griechisch 2020Was ist das Leitbild von Nike? - „Alle Athleten auf dieser Welt durch Innovationen zu inspirieren.“ So heißt es auf der Internetseite eines der weltweit führenden Sportartikelanbieters, der seinen Namen der griechischen Siegesgöttin verdankt. Und dieses sportliche Leitbild lässt sich ganz gut auf den diesjährigen Landessieger im bayernweiten Bundeswettbewerb Fremdsprachen in Alt-Griechisch übertragen:

Jonathan Rösel, Klasse 9b, hat die Jury mit seiner sehr innovativen und inspirierenden Umsetzung des Medea-Mythos überzeugt.

Die Aufgabe lautete, in der Wettbewerbssprache Alt-Griechisch ein Video zum Thema „Starke Frauen in der Antike“ zu drehen. Zur Wahl standen Sappho, Aspasia, Medea und Iphigenie. Jonathan hat sich für die psychologisch sehr interessante Figur der Medea entschieden. Überaus kreativ und mit viel Liebe zum Detail hat er Medeas Geschichte mit selbstgebauten Legofiguren und einer Lego-Argo sprachlich auf sehr hohem Niveau umgesetzt.

Auch in der mehrstündigen Klausur, in der neben Textverständnis, sprachlicher Kreativität und kulturellem Wissen auch Neugriechisch und listening skills, wie es in den modernen Fremdsprachen üblich ist, geprüft wurden, konnte Jonathan mit seinem Fachwissen und seinem breiten Allgemeinwissen beeindrucken.

Auf die Frage, warum er sich dazu entschlossen hat, Alt-Griechisch zu lernen, nennt Jonathan viele Gründe. Einer davon sind die Diskussionen über Fragen, die uns auch heute noch beschäftigen, genauso wie die Menschen damals vor über 2000 Jahren: „Der Alt-Griechisch-Unterricht ist so vielseitig und die Themen sind brandaktuell. Ein Schlüsselerlebnis für mich war zum Beispiel die Erkenntnis, dass auch wir alle nicht nur einmal, sondern sogar öfter im Leben uns wie Herakles am Scheideweg entscheiden müssen, welchen Weg wir im Leben gehen wollen und was uns im Leben wirklich wichtig ist.“

Zu seinem herausragenden 1. Landespreis gratulieren wir Jonathan ganz herzlich. Wir wünschen ihm weiterhin viel Freude mit Alt-Griechisch.

Auch dieses Jahr nahmen Schüler des Erasmus-Gymnasiums wieder sehr erfolgreich an künstlerischen Wettbewerben teil. So konnten dieses Jahr von 22.000 bayrischen Teilnehmern zwei Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe einen bayrischen Landespreis und drei Schülerinnen sogar einen Landespreis mit Weiterleitung zur Bundesjury am diesjährigen Europäischen Wettbewerb zum Thema "EUnited – Europa verbindet!" erringen. Zum Modul ihrer Altersgruppe "Babajaga meets Froschkönig – Europäische Märchenfiguren treffen sich" erstellten die Schülerinnen und Schüler farbenfrohe und in ihrer Gesamtgestaltung sehr beeindruckende Gemälde. Wir gratulieren ganz herzlich Nami Sturcz, Luanne Wenkmann 5b und Elena Schüßlbauer 6b zum Landespreis mit Weiterleitung zur Bundesjury und Georg Gräf und Hanna Stöcklmeier 6b zur bayrischen Landesurkunde. Darüber hinaus durften sich die Gewinner auch über Büchergutscheine freuen.

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KwdM Juni20

Katharina Hog 5b

Mohnblumenwiese

Die Theatergruppe der Oberstufe des Erasmus-Gymnasiums hat heuer Frank Wedekinds Theaterstück „Frühlings Erwachen“ aus dem Jahr 1891 einen neuen Anstrich verpasst: Der alte Text wurde von den SchülerInnen, die sich aus den Jahrgangsstufen 10 bis 12 zusammensetzt, bereits in den Sommerferien in Teams eigenhändig umgeschrieben und in unsere heutige Zeit versetzt! Doch die Arbeit hatte sich gelohnt: So wurde aus einer männlichen Hauptperson eine weibliche, einige  prekäre Szenen wurden herausgenommen oder umgeschrieben und ein zusätzlicher Handlungsstrang, die unerwiderte Liebe Mos zu Melchior, wurde hinzugefügt. So entstand ein eigenes Stück, bei dem die Protagonisten zwischen schulischem Leistungsdruck und medialer Reizüberflutung nicht mehr wissen, was sie von Leben, Liebe und Sex erwarten können und sollen. Die humorvolle Kindertragödie (!), so wollte übrigens auch Wedekind sein Stück verstanden wissen, zeigt anhand dreier Hauptfiguren unterschiedliche Wege auf, diesen Problemen zu begegnen. Dies führt bei Wendla (Evangelia Tsakou) zu Konflikten mit ihrer religiösen Mutter (Lisa Brandel) und Melchior (Manuel Pfitzner) wird vor den Disziplinarausschuss (Ninon Stauber, Maritta Singer, Luana Brahimi, Felicitas Groth) von Direktor Sonnenstich (Thomas Neubauer) erniedrigt. Die Schülerinnen (Ronja Bergler, Jana Jüntgen, Amelie Spörer, Hanna Theiss) schwanken zwischen Sensationslust und Hilfsbereitschaft, sind aber auch selbst mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. So bekommt keiner mit, wie verzweifelt Mo (Julia Eikam) ist und sich das Leben nimmt. Auch Melchior erhält keinerlei Unterstützung von seinen Eltern (Andrea Anthofer, Sebastian Piehler), sie schieben ihn ab in ein strenges Internat. Während die kindliche Wendla von den coolen Mädchen (Merit Matuschek, Karina Hartmann) akzeptiert werden will, entdeckt sie allmählich ihre Sexualität und wird aufgrund mangelnder Aufklärung von Melchior schwanger. Durch eine dubiose Abtreibungsmethode aus dem Internet stirbt auch sie, da ihre Mutter eine ungewollte Schwangerschaft nicht verkraften und billigen kann. Nachdem also zwei Mädchen tot sind, kommt es zur finalen Szene, bei der die tote Mo als Geist ihren besten Freund Melchior auf die Seite des Todes ziehen will. Doch eine alte Dame, eine Allegorie auf das Leben (Elisabeth Hench), schafft es, dass sich Melchior für das Leben, sei es auch momentan beschwerlich und chaotisch, entscheidet.

Viel Arbeit steckte das Team heuer in den Bühnenbau: mit Hilfe von Raphael Gradl, Leo Ringer, Herrn Roth und Herrn Romfeld wurden große Bühnenelemente gebaut. Umso mehr tat es weh, dass der Termin für die ursprüngliche Aufführung aufgrund der Corona- Situation platzte und die Eltern der Schauspieler das Stück nicht sehen konnten. Dennoch konnte es einmal in ganzer Länge vor der gesamten Q12 vorgeführt werden, wobei auch einige Lehrer sich einfanden. Der lange Applaus und das große Lob entschädigten die Schülerinnen und Schüler und StRin Elisa Romfeld für die intensiven Proben und zeigten, dass sich dieses großartige Projekt, an dem so viele teilhatten, gelohnt hat!

Mit dem Fortgang der Q12 verliert die Theatergruppe großartige Schauspieler. Jedoch bleibt zu hoffen, dass diese Produktion, bei der auch bei den Proben viel gelacht wurde, allen in bester Erinnerung bleiben wird.

Elisa Romfeld

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