oder auch: Schulentschied Jugend debattiert 2017

Während sich am Freitag, 20. Januar, ein Großteil der Schule beim Winterwandertag vergnügte, mussten einige Schüler erst einmal intensive 24 Minuten zum Sporteln antreten. Zumindest thematisch. Denn die Streitfrage beim zugleich stattfindenden Schulentscheid Jugend debattiert 2017 lautete in Sekundarstufe I (9. Klassen) „Soll jeder Schultag mit einer Stunde Fitness beginnen?“.

Mit vollem Elan kämpften sich die acht Debattanten durch zwei Vorrunden: Eröffnungsrede (2 min), 12 Minuten freie Aussprache und ein je einminütiges Schlussplädoyer. Über die Hürden der geistigen Aschebahn schafften es Louisa Brandt (9a), Andreas Erven (9b), Benedikt Lueger (9b) sowie Manuel Pfitzner (9a) weiter ins Finale.

Ebenfalls acht Schüler lieferten sich in Sekundarstufe II (10.-11. Jahrgangsstufen) in Debatten zur Einführung einer Klarnamenspflicht für soziale Medien ein Ping-Pong-Spiel über das Für und Wider einer solchen Maßnahme. Auf den vordersten Plätzen und damit ebenfalls im Schulfinale landeten Paul Parussel, Maresa Platzer, Lennart Pyrkocz und Natalie Reindl (alle Q11).

In den Endrunden befassten sich die Finalisten mit den Themen „Sollen an unserer Schule Schultiere gehalten werden?“ (Sek I) bzw. „Soll an allgemeinbildenden Schulen die handwerkliche Ausbildung gestärkt werden?“ (Sek II). Trotz zwei Vorrunden, die jeder bereits hinter sich hatte, zeigten die Teilnehmer hier starke Ausdauer – dies ist insofern hervorzuheben angesichts des Umstands, dass einige sogar in der Zwischenzeit einfach mal so auf die Schnelle eine Erdkunde-Klausur geschrieben hatten. Das allgemein hohe Niveau machte es der Jury wie so oft schwer, eindeutige Sieger zu benennen – insbesondere, da bei Jugend debattiert eben auch die Tagesform, die Situation und eine gute Portion Glück erheblich die Leistung beeinflussen und das Abschneiden des Debattanten entsprechend in die eine oder die andere Richtung kippen kann. Die Goldmedaille in Sekundarstufe I holte sich Benedikt Lueger (Klasse 9b), silber Andreas Erven (9b). In Sekundarstufe II errang Paul Parussel (Q11) den Platz auf dem Siegertreppchen, dicht gefolgt von Natalie Reindl (ebenfalls Q11). Die vier Schüler werden das Erasmus-Gymnasium im Februar beim Regionalentscheid Oberpfalz-Nord/Mittelfranken-Ost am HCA Sulzbach-Rosenberg vertreten.

In den anschließenden Siegerehrungen erhielten dann alle Teilnehmer – ebenso wie die Juroren – ihre verdienten Medaillen…Pardon…Urkunden durch Herrn Bösl überreicht.

Egal, ob sie weitergekommen sind oder nicht – eines haben sie bewiesen: Sportsgeist. Respekt vor der Person, aber auch der Position der anderen Seite – das, was unter dem Kriterium der „Gesprächsfähigkeit“ bewertet wird.

Julian Prechtl, Ehemaliger und Jurymitglied

 

Bilder: Jeremias Heider & Benedikt Lueger