griechenlandfahrt2019 16Am Abend nach dem Sommerkonzert war es endlich soweit: Wir Griechischschüler machten uns zusammen mit unseren Lehrern Herrn Moosburger, Frau Grünauer und Frau Biehler auf den Weg nach Griechenland. Nach einigen Stunden Busfahrt, die uns spektakuläre Blicke auf die in dieser Nacht stattfindende Mondfinsternis bot, erreichten wir am nächsten Tag den Fährhafen in Ancona, Italien. Dort verbrachten wir ungewollt mehr Zeit als geplant, da unsere Fähre Verspätung hatte. Doch auch diese Stunden vergingen und wir konnten uns endlich auf dem Schiff ausbreiten. Belohnt wurden wir für das lange Warten in Ancona mit einem malerischen Sonnenuntergang auf hoher See; einige von uns haben es auch noch geschafft, einen Blick auf den Blutmond nachts zu erhaschen, andere waren nach langen Gesprächen schon eingeschlafen.

Als wir am nächsten Tag in unserer ersten Unterkunft in Delphi ankamen, feierten wir dies mit einem tollen griechischen Abendessen in der Altstadt. Gestärkt machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg, das berühmte Orakel von Delphi zu besichtigen. Die Aussicht, die sich uns vom heiligen Bezirk aus bot, war atemberaubend: Das antike Theater und der Apollon-Tempel vor einer fantastischen Naturkulisse. Abgerundet wurde unser Aufenthalt mit dem Besuch des Museums, in dem wir Kleobis und Biton, den Omphalos und einiges mehr bewundern konnten.

Danach setzten wir unsere Reise fort nach Athen. Dort angekommen, genossen wir den Abend mit Sonnenuntergang auf dem Areopag mit einer wunderschönen Aussicht über ganz Athen, besonders auf die Akropolis und den Lykabettos.

Am Morgen darauf standen wir früh auf, denn auf dem Programm standen das riesige Nationalmuseum und die weltberühmte Akropolis. Im Museum bekamen wir viele verschiedene Gegenstände aus mykenischer Zeit zu sehen, z. B. Agamemnons Totenmaske, Goldschmuck, kunstvoll verzierte Schwerter, einen sehr gut erhaltenen Eberzahnhelm, einen Votivbären, sogar eine antike Badewanne. Doch nicht nur unsere Augen, sondern auch unsere Nasen wurden verwöhnt: Verschiedene Duftproben antiker mykenischer Parfüms luden zum Schnuppern ein. Abgerundet wurde der Museumsbesuch mit der Abteilung antike Körperwelten „The quest of beauty in ancient art“…

Nach der Mittagspause war es Zeit, die Akropolis zu besuchen: Wie in alter Zeit führte unser Weg dorthin durch die berühmten Propyläen. Dann standen wir vor dem perfekten griechischen Tempel, dem Parthenon, ein unübertreffliches Meisterwerk, der seit über 2000 Jahren Erdbeben und anderen Katastrophen trotzt. Wir erfuhren, welche Finessen die antiken Künstler anwandten, um diesen großen Tempel so gefällig erscheinen zu lassen, wie die chryselephantine Athene-Statue des Phidias aussah und weshalb sie der Zeusstatue in Olympia - eines der sieben Weltwunder - gleichkam.

Die Schätze, die man auf der Akropolis gefunden hat, bestaunten wir am folgenden Tag im neuen Akropolis-Museum, das auch schon von außen aufgrund seiner Architektur Aufsehen erregt. Einen der Höhepunkte bietet die oberste Etage, die den Parthenonfries in originaler Anordnung zeigt.

Nun ging’s weiter über den Kanal von Korinth nach Tolo, wo Badespaß im Meer auf uns wartete. Von Tolo aus besuchten wir das sehr gut erhaltene Theater in Epidauros, das für seine hervorragende Akustik bekannt ist. Ob die Akustik wirklich so gut ist, wie es heißt, mussten wir natürlich testen: Glücklicherweise sind einige Griechischschüler auch talentierte Sänger … Das Minikonzert, bei dem ein Teil des EG-Chores Lieder des Sommerkonzerts inklusive unserer EG-Hymne sang, erntete begeisterten Applaus und Wünsche nach einer Zugabe …

Unser nächstes Ziel war der malerische Ort Nauplia, die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands, bevor wir in den wunderschönen Fischerort Tolo zurückkehrten, um uns mit einer Abkühlung im Meer von den Strapazen der Besichtigungstouren zu erholen. Abends aßen wir in verschiedenen Restaurants entlang der romantischen Strandpromenade.

Am darauffolgenden Tag lernten wir die Festungsanlage Tiryns mit ihren gewaltigen Kyklopenmauern und Mykene kennen. Dort betraten wir durch das beeindruckende Löwentor die Welt des Agamemnon und der Helden Homers … Auch das Schatzhaus des Atreus, welches das prachtvollste erhaltene Königsgrab ist, sahen wir uns an.

Und zum Ende unserer Rundreise durch Griechenland wurde es richtig sportlich: Wir reisten weiter nach Olympia, wo wir uns zunächst für die bevorstehenden „Spiele“ stärkten, indem wir alle zusammen griechisch essen gingen und den Abend schön ausklingen ließen. Am letzten Tag unserer Reise besichtigten wir den Heiligen Bezirk von Olympia inklusive Hera- und Zeustempel, sowie das antike Stadion von Olympia, wo wir mehrere Wettläufe veranstalteten. Bei den Lehrern kristallisierte sich Frau Grünauer als klare Siegerin heraus. Den Schülerentscheid gewann Leo Ringer (Q12). Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter mit der Tour durchs antike Olympia. Den Abschluß unseres Aufenthalts bildete der Besuch des dazugehörigen Museums, in dem wir u. a. Gegenstände aus der Werkstatt Phidias’ und die Nike des Paionios bewundern konnten.

Das war leider schon unser letzter Stopp, danach fuhren wir weiter zum Hafen von Patras und verbrachten unsere letzten Stunden der Griechenlandreise im Swimmingpool auf der Fähre.

In diesen Tagen konnten wir einige der interessantesten Orte der griechischen Antike genießen, viel Interessantes lernen und tolle Erfahrungen sammeln.

Salome Lederer und Lena Strobel, beide 10b

Irene Grünauer

 

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