Weimar1Dass die Nationalsozialisten viele Fakten umgedreht und falsch ausgelegt haben, damit sie in ihre Ideologie passen, ist wohl den meisten bekannt. Aber dass sie dies auch mit den Dramen der Weimarer Klassik getan haben, war für die Schüler und Schülerinnen der Q11, die an der Führung „Ambivalente 
Geschichte“ teilnahmen, neu. Die FührerInnen zeigten auf dem Stadtrundgang immer wieder interessante von den Nazis hergestellte Verbindungen zwischen dem Weimar ihrer Zeit und dem von Schiller und Goethe.

Neue Erkenntnisse brachte auch die Führung durch das Goethe-Nationalmuseum. Von seinen Reisen über seine künstlerischen Fähigkeiten bis zu seinen naturwissenschaftlichen Beobachtungen war hier für alle etwas geboten. Am spannendsten fanden die SchülerInnen jedoch die Ausführungen über die verschiedenen Frauen, die den Dichter inspirierten. Über eine von ihnen, nämlich Christiane Vulpius, konnte man auch beim Besuch des Goethe-Hauses viel erfahren. Von Audio-Guides geleitet sahen sich Schüler und Lehrer hier die überwiegend orginale Einrichtung an, wodurch die vielseitigen Interessen und Fähigkeiten des Dichters, Künstlers, Staatsmanns und Forschers besonders deutlich wurden.

Letztendlich kann man sagen, dass die Fahrt nach Weimar bei den SchülerInnen ein neues und besseres Verständnis für die Weimarer Klassik geweckt hat. Der Geist der Klassik weht heutzutage jedoch eher zwischen Buchdeckeln als inmitten lärmender Schulklassen.

Felicitas Groth

Weimar2 img03 img01 img02 img04 img05 img06