Eltern, Schüler, Lehrer und Freunde des Erasmus-Gymnasiums unternahmen am vergangenen Sonntag bei bestem Herbstwetter einen Ausflug nach Schwandorf, um das in der Region sehr bekannte Felsenkeller-Labyrinth zu besuchen.

Amberg. Seit Jahren ist es Tradition am Erasmus-Gymnasium, einmal im Schuljahr einen gemeinsamen Ausflug oder eine Wanderung zu unternehmen, um sich klassenübergreifend kennenzulernen. Ziel des diesjährigen Ausflugs war die Erkundung des umfangreichen Labyrinths der rund 500 Jahre alten Felsenkeller in Schwandorf.

Der Elternbeiratsvorsitzende Helmut Weigl begrüßte mehr als 80 interessierte Eltern, Schüler, Lehrer. Besonders erfreut war Weigl, dass der Schulleiter, Herrn OStD Karl Bösl und einige des Kollegen an der Veranstaltung teilnahmen.

Startpunkt zur diesjährigen Aktivität war die Tourist-Information in Schwandorf. Von da an übernahmen zwei erfahrene Gästeführer die Amberger Gruppen für die Rundgänge unter der Erde. Der Elternbeirat Dr. Matthias Bierler, selbst aus Schwarzenfeld stammend und Absolvent des Schwandorfer Gymnasiums, zeichnete wieder verantwortlich für die Organisation des gelungenen Ausflugs.

Im Rahmen der zweistündigen Führung durch die Keller im Dogger-Sandstein wurden viele geschichtliche Informationen vermittelt. Von der ursprünglichen Nutzung für die kalte Gärung des Bieres, dienten die rund 130 Keller auch als Lagerstätten für Lebensmittel und sonstiger Güter. Selbst ein Kaffee-Kontor aus Hamburg hatte dort die schwarzen Bohnen aufbewahrt

In Kriegszeiten nutzte die Bevölkerung das Labyrinth auch als Luftschutzbunker. Bis zu 2.000 Personen fanden hier Schutz. Viele Schwandorfer, die in dieser Zeit lebten, waren traumatisiert und wollten nie wieder in die unterirdischen Kellergänge hinabsteigen.

Ganz stolz fügte der Gästeführer noch an, dass der wohl berühmteste Sohn Schwandorfs, Konrad Max Kunz (geboren am 28.4.1812 in Schwandorf, gest. 3.8.1875 in München)ist. Kunz ist der Komponist der Bayernhymne und war Schüler des Amberger Erasmus Gymnasiums, spätestens hier war der Bezug des Ausflugs vollends hergestellt.

Ein gemeinsames Mittagessen mit regen Diskussionen markierte den Schlusspunkt des Ausflugs nach Schwandorf.

Übereinstimmend waren alle der Meinung, dass hier ein sehr wertvolles Denkmal mit seiner Geschichte seit dem 16. Jahrhundert in hervorragender Weise saniert und präsentiert wird. Ein historisches Kleinod in unserer nahen Umgebung.

Die Teilnehmer grübelten schon, welches Ziel sich der Elternbeirat für 2020 einfallen lassen wird.