Das wollten wir, der Arbeitskreis `EG Hilft´, einigen Flüchtlingskindern zeigen. Wir hatten Kastanien gesammelt und Eicheln, und rückten am Sonntag morgen, ausgerüstet mit Bohrern, Zahnstochern, Klebepistolen, Pinseln und Farben in der Notunterkunft an.

Es dauerte keine 10 Minuten und wir waren umringt von begeisterten Kindern, die sehr schnell begriffen, was wir vorhatten. Bald waren die Rollen verteilt: Paul bohrte Löcher in die Kastanien (und in seinen Finger) und wir anderen verteilten Zahnstocher und Streichhölzer, und halfen den Kids sehr abenteuerliche Tiere zusammenzustecken. Besonders beliebt waren der juji, gesprochen Schi Schi, kurdisch für Igel, und eine möglichst lange Kastanienkette, die den Kindern bis zum Nabel hing.

Richtig spannend wurde es, als die Kids begannen ihre Kastanienwesen mit Plakafarben bunt zu gestalten. An ihrer Treffsicherheit mit Pinsel und Farbe müssen sie noch üben, und da sie in ihrer Begeisterung und aufgrund der Sprachbarriere immer mit vollem Körpereinsatz mit uns sprachen, wurde es ein im wahrsten Sinne bunter Morgen für uns alle!

Egal! Flecken kann man rauswaschen, aber die positiven Eindrücke und der Spaß bleiben. Und Paul bekam am Ende für seinen Einsatz am Bohrer einen einzigartigen Ohrschmuck geschenkt.