Das Sommerkonzert des Erasmus Gymnasiums gilt schon länger als ein Höhepunkt im Schuljahr. Bei gutem Wetter unter freiem Himmel im Pausenhof stellten dieses Jahr aufs Neue weit über hundert Beteiligte – Schüler, aber auch Eltern, Lehrer und Ehemalige - ihr Können unter Beweis. Für die überaus zahlreichen Konzertbesucher gab es am vergangenen Montag, 15.07.2019, wieder ein abwechslungsreiches Programm mit ganz unterschiedlichen musikalischen Beiträgen unter der Leitung des ehemaligen Schulleiters Peter Seidl, des Geigenlehrers Richard Hubert und der Musiklehrkräfte Sebastian Birner und Christine Uhle. 

Den Beginn machte das Schulorchester mit dem Stück „Go West“, in dem verschiedene bekannte Western-Klassiker geschickt zu einem Medley verwoben waren und das die verschiedenen Klangfarben des Orchesters gelungen zur Geltung brachte. Neben einem gut besetzten Streicherensemble gab es im vergangenen Schuljahr mit zwei Oboen auch wieder Neuzugänge bei den Holzbläsern. Sowohl Bläser als auch Streicher musizierten jeweils ein weiteres Ensemblestück, das größtenteils auf der vorausgegangenen Chor- und Orchesterfahrt einstudiert worden ist. Der Erasmus-Chor trug mit „Heute will ich Schule schwänzen“ und „Fiels of Gold“ zum Konzertprogramm bei und sprach sicherlich mit dem ersten Stück so manchem Schüler aus der Seele. Besonders erwähnenswert sind die durchweg sehr guten Beiträge der vielen Solisten. Helena Wels und Luca Scagliola spielten mit „Praeludium und Allegro“ von Pugnani-Kreisler und „Hope told a flatterling tale“ von Farmer je ein Stück aus ihrem Additums-Programm. Zauberhafte Klänge ließ Andrea Anthofer auf der Harfe mit dem Stück „Cappuccino im Wald“ erklingen. Neu in der Solistenriege war Maximilian Tutsch. Der Fünftklässler brachte zwei Sätze aus einer Trompeten-Sonatine von J.E. de Wolf zu Gehör und erntete damit große Anerkennung. Eine Besonderheit war das -Medley-Duett mit Geige und Tenorsaxophon dargeboten von Helena Wels und Franziska Lehnert, das extra für die beiden Additums-Schülerinnen arrangiert worden ist und bei dessen Zusammenstellung die Schülerinnen intensiv mitgearbeitet hatten. Einen Großteil des sehr umfangreichen Konzertprogramms übernahmen die verschiedenen Chorformationen des EG: Der Chor 5/6 erhielt für „Shallow“ und „High Hopes“ großen Beifall, der Chor 9/10 überzeugte durch den gefühlvollen Vortrag von „Can you feel the love tonight“, das Vokalensemble Q11 bot mit „Blue Moon“ und „Let´s get loud“ gekonnt zwei stilistisch unterschiedliche Stücke dar. Traditionell gab es natürlich auch wieder einen Männer- und einen Frauenchor, der mit „Blue Suede Shoes“ und „Don´t stop me now“ das Publikum begeisterte und viel Beifall erhielt. Auch jüngere Jahrgangsstufen hatten in kleinen Ensembles weitere Stücke in zusätzlichen Proben einstudiert: Das Ensemble der 8. Klassen sang „A Million Dreams“, begleitet von Helena Wels, Luca Scagliola und Theresa Hummel an der Geige, das Ensemble der 9. Klassen sang „California Dreaming“. Vor den Schlussstücken der Chöre 7-11 stand noch die Schulband „Orange light“ mit den zwei anspruchsvollen Songs „Happy toghether“ und „Big Shot“ auf dem Programm. Unterstützt wurden die Band-Mädels von zwei Mathematik-Lehrern an der Trompete. Großen Beifall erntete auch die Lehrerband „The White Chalks“ mit ihren Konzertbeiträgen „Hold on“ und „Don´t gimme that“. Etwas wehmütig wurde die Stimmung, als Stefan Sehnke – Sänger der Lehrerband deutlich zum Ausdruck brachte, dass das bewährte Moderatorenteam Benedikt Lueger und Jeremias Heider nun schon ihr letztes Sommerkonzert moderiert haben. Er erinnerte an die Fünfklässler, die damals noch etwas schüchtern bei einem Weihnachtskonzert ihre ersten Erfahrungen auf der Konzertbühne des ACC machten und über die Jahre in diese Aufgabe hingewachsen sind.

Den Abschluss des Konzerts machte der Chor 7 – 11 mit „Pride“ und „Sing“, letzteres nochmals in bewährter Manier von der Lehrerband begleitet. Gerade die Kombination von Lehrerband und Chor zeigte wieder einmal das große Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schulfamilie. Traditionell gab es zum Abschluss des Konzerts die Schulhymne „Let my light“, bei der auch viele der anwesenden Ehemaligen auf die Bühne kamen und das Schlussbild eindrucksvoll erweiterten.

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