„Un amico lontano è a volte più vicino di qualcuno a portata di mano“
"Ein Freund, der in der Ferne weilt, ist manchmal näher, als jemand, der zum Greifen nahe ist"

Beim Gegenbesuch der italienischen Austauschpartner im April 2018 konnten wir sofort dort anknüpfen, wo wir zuvor aufgehört hatten. Obwohl sich die Ankunft der Italiener aufgrund einer Buspanne deutlich verspätet hatte, nutzten wir den ersten Abend noch, um ihnen den Englischen Garten zu zeigen.

Am Montag wurde den Italienern zugleich unsere Schule vorgestellt und auch am Nachmittag wurden sie von den Sportlehrern auf Trab gehalten, während ihre bedauernswerten deutschen Partner noch Klausuren schreiben mussten.

Den ersten Ausflug nach Nürnberg bewältigten die Gastschüler ohne unsere Begleitung. Auf dem Programm standen eine mittelalterliche Stadtführung und der Besuch des NS-Dokumentationszentrums. Den Abend ließen wir zusammen in den Familien ausklingen.

Auch in Amberg durfte ein Besuch beim Bürgermeister im Rathaus nicht fehlen. Danach kamen die italienischen Schüler in den Genuss, unsere idyllische Altstadt mithilfe eines selbsterstellten Quiz' zu erkunden.

Das nächste Ziel war die bayerische Hauptstadt. Gemeinsam besichtigten wir die Altstadt Münchens mit all ihren Sehenswürdigkeiten, sowie die Ausstellung zur weißen Rose an der LMU. Von der Münchner Residenz waren nicht nur die Italiener, sondern auch wir gleichermaßen beeindruckt.

Regensburg stellte die letzte Station des Programmes dar. Bei wunderschönem Wetter bekamen wir eine Stadtführung, machten eine Bootsfahrt auf der Donau und schlenderten in unserer freien Zeit durch die Stadt.

Den letzten Tag füllten einige von uns mit einem Ausflug zum Monte Kaolino in Hirschau. Abends beendeten wir den Austausch offiziell mit einem guten bayerischen Essen im Wirtshaus „Casino“ in Amberg. Dabei konnten wir den Italienern hoffentlich zeigen, dass auch die deutsche Küche ihre Reize und Vorzüge hat. Anschließend gingen die meisten von uns mit ihren Austauschpartnern noch auf die Kirwa, um den Italienern zu demonstrieren, wie ein echter Bayer Party macht. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fanden die italienischen Gastschüler sichtlich Gefallen daran, sich - mit mehr oder weniger großem Erfolg - im Singen der deutschen Schlager zu versuchen. Doch allzu lang konnte nicht gefeiert werden, da wir am nächsten Morgen schließlich Abschied voneinander nehmen mussten. Jedoch war es auch dieses Mal ein „Auf Wiedersehen“, und kein „Leb wohl“, da sicher der ein oder andere Rückbesuch stattfinden wird. Und so ging auch der zweite Teil des Austausches vorbei, leider wieder viel zu schnell, aber genauso schön, wie schon der erste.

 Elena Schulz und Luisa Alesch,Q11