LateinExk2018 01Und das alles an nur einem einzigen Tag? Die Ausstellung „Lust der Täuschung - Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“ in München macht das möglich. So erfuhren wir zum Beispiel, welchen Zweck der Material-Fake einer ca. 4400 Jahre alten Holztür aus Stein aus Gizeh erfüllen sollte. Auch ein Meisterwek pompejanischer 3D-Kunst konnten wir im Original begutachten - das Ergebnis eines nachbarschaftlichen Wettstreits, wer die schönste Kunst im Hause hat. Natürlich darf bei einer Ausstellung über lustvolle Täuschung in der Kunst auf gar keinen Fall die Geschichte von Zeuxis und Parrhasios fehlen, die wir im Lateinunterricht schon besprochen hatten. Neu kennen gelernt haben wir Pygmalion und seine Galatea, auf die der Künstler John de Andrea mit seinem „Selbstporträt mit Skulptur“ Bezug nimmt.

Nachdem wir eine Zeitlang auf den Spuren der Antike gewandelt waren, bekamen wir moderne Illusions-Kunst präsentiert. Nicht nur optische Täuschungen in der Malerei spielten mit unserer Wahrnehmung, sondern auch Skulpturen und Beispiele aus Architektur, Design oder sogar der Mode: Mit dem richtigen Jacket verwandelt sich jeder Körper in einen makellosen Adonis …

Das Highlight wartete am Ende des Museumsbesuchs auf uns, als wir die Gelegenheit hatten, in die Virtual Reality einzutauchen. Sehr lustig war es für die Zuschauer zu beobachten, wie wir alle ganz vorsichtig auf einem Holzbrett, das auf den Boden gelegt war, balancierten - die VR-Brille gaukelte uns tatsächlich vor, wir würden im 80. Stock aus einem Aufzug steigen und das Brett würde sich in schwindelerregender Höhe befinden. Da half es auch nichts, dass wir vorher dieses Brett auf dem Boden gesehen hatten und wussten, dass wir eigentlich ganz entspannt sein könnten …

Irene Grünauer

 

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