Moritzberg19 04...war es auf jeden Fall für die Klassen 5a und 5c. Aber nicht nur wegen der 31°C, die uns die Sonne bei wolkenlos blauem Himmel bescherte, sondern auch wegen der Forschungsaufgaben und der damit verbundenen Action im Gelände.

Unsere diesjährige Geographie-Exkursion führte zum Moritzberg bei Lauf. Die GPS-Koordinaten eines Geocaches fest im Blick, rannten die 53 Jungforscher zunächst einige überraschte Wanderer aufschreckend zum Sprosselbrunnen, wo sie untersuchen sollten, warum an dieser Stelle Wasser aus dem Hang austritt. Danach ging es in die Hüttenbachschlucht und zum klingenden Wasserfall. Warum mäandriert ein Bach, fließt also in Schlingen und nicht geradeaus, und wie entsteht ein Wasserfall? Das waren die Fragen, die der Forschernachwuchs vor Ort mit Bravour bentwortete. Dass bei eingehender Untersuchung des Geländes der eine oder andere Schuh feucht oder gar nass wurde, konnte angesichts der weiter steigenden Temperaturen problemlos in Kauf genommen werden. Dafür machten die Schüler im Bachbett Funde, die das Herz eines Paläontologen höherschlagen ließen: Zahllose Ammoniten, Belemniten und eventuell sogar einen fossilen Haifischzahn fanden die 106 Hände, die das Bachbett durchpflügten.

Danach war sportliche Höchstleistung gefragt: Ohne Probleme meisterten die hochmotivierten Kids den steilen Anstieg zum Moritzberg, wobei sogar noch die Gesteinsfolge des Jura erforscht und Gesteinsproben analysiert wurden. Viele rannten danach den steilen Schlussanstieg zum Gipfel des Moritzbergs hoch – die sommerliche Hitze war kein Problem!

Gestärkt nach der Brotzeit – die Palette reichte von `Kloß mit Soß´ über mitgebrachte Brote und in den meisten Fällen zu Eiscreme – ging es steil bergab zum Bus, für die meisten eine ideale Rennstrecke. Auch Huckepack auf dem Lehrerrücken entpuppte sich als mögliche Alternative.

Angenehm war der abschließende Aufenthalt in der 8°C kühlen Maximiliansgrotte bei Neuhaus, die es uns ermöglichte, die Jurastufe des Schichtstufenlandes auch von innen zu inspizieren. An dem Knochenhäuflein nahe dem Höhlenausgang drückten sich die meisten mit etwas gemsichten Gefühlen vorbei, lagen da doch nicht nur die Knochen alter Höhlenbären, sondern auch Funde aus dem 30-jährigen Krieg.

Zum Abschluss konnte mit den Lösungen der Arbeitsblätter ein Silbenrätsel geknackt und mithilfe der so gefundenen GPS-Koordinaten in einer nahegelegenen Grotte ein Schatz gehoben werden, eine große Box voller Süßigkeiten. Dass diese in so rekordverdächtiger Zeit verwschunden waren, kann sicher nur durch die enorme Verdunstung an diesem heißen Tag erklärt werden...

Jürgen Eder

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