Die Bewegungen der Erdplatten sind schwer vorstellbar, laufen sie doch so unendlich langsam ab. Ihre Folgen aber, Erdbeben, Tsunamis und Vulkaneruptionen, sind leicht zu erkennen.  Vulkanismus1908

Um also dem Verständnis für die Prozesse in der Tiefe unserer Erde etwas nachzuhelfen, machten sich die 10. Klassen am 16. Mai auf den Weg zu einem nahegelegenen, und doch für viele unbekannten Vulkangebiet. Wir besuchten den Basaltkegel Parkstein, wo wir die Wurzel eines Vulkans in Augenschein nehmen konnten. Danach ging es nach Tschechien, wo wir im Raum Eger den Vulkankegel des Zelezna Hurka (Eisenbühl) durchpflügten. Konnten wir bis dahin die Folgen des Vulkanismus nur mit dem Tastsinn erfassen, was manche auf dem Lavaschutt ausgiebig taten (teils auch unfreiwillig), so erweiterte sich das Feld der Sinneserfahrungen an den letzten beiden Zielorten. Hier wurden vor allem Geschmacks- und Geruchssinn angesprochen: Im Kurort Franzensbad und im Naturreservat Sooser Moor steigt aus der abkühlenden Magmablase im Erdmantel CO2 auf und lässt Sauerbrunnen, Mineral- und Heilquellen entstehen, die man als kunstvoll gefasste Brunnen im Kurort oder als brodelnde Mofetten in der Natur bestaunen kann. Wir lernten viel über Vulkanismus, aber auch, dass Wasser nicht gleich Wasser schmeckt, und durchaus nicht immer lecker, dass man Karlsbader Oblaten auch im Viererpack gestapelt essen kann, dass Schuhe leicht im Moor versinken und schließlich, dass eine Nase voll Schwefelsäure zu erstaunlich hektischen Bewegungen führen kann. Schön wars, trotz Kälte und Regen!

Jürgen Eder

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