Am Dienstag, den 26.06., brachen wir - die 10. Klassen - auf, um ein weiteres Mal das KTB im nahegelegenen Windisch-Eschenbach zu besichtigen. Dieses Mal jedoch mit fundiertem Hintergrundwissen, welches wir bereits im Geographie-Unterricht erwerben konnten.

Zunächst wurden wir von Herrn Dr. Holz-Förster in Empfang genommen, der uns in die laborartigen Lehrsäle führte. Dort erzählte uns der erfahrene Geologe von seinem beeindruckendem Lebenslauf, von dem er einen Großteil forschend in anderen Ländern verbrachte, bevor er seine jetzige Stelle als Lehrer am KTB annahm. Mit einer kurzen Einführung durch ein Video über einen neulich ausgebrochenen Vulkan in Guatemala wurde uns die Aktualität der Thematik verdeutlicht.

Darauf erarbeiteten wir uns genauere Kenntnisse zur Plattentektonik und dem Erdaufbau in selbstständiger Gruppenarbeit mit Unterstützung von Herrn Dr. Holz-Förster. Doch mussten wir keine verstaubten Wälzer durchstöbern, um an die Informationen zu gelangen, sondern konnten uns diese mit Hilfe von Modellen, Puzzeln und Computeranimationen spielerisch erwerben. Anschließend präsentierten wir kurz unsere Ergebnisse den anderen Gruppen, woraufhin wir alle bestens informiert waren über die tektonischen Vorgänge auf unserer Erde.

Nach einer kurzen Pause wurden wir von Herrn Rohrer über die komplexe Bohrgeschichte des KTBs informiert, während der viele Komplikationen auftraten und neue Methoden entwickelt werden mussten, um die neun Kilometer tiefe Bohrung zu ermöglichen. Dort stellte vor allem die unterschätzte Hitze ein großes Problem dar. Daraufhin wurden uns die vorangegangen Erläuterungen noch einmal durch einen kurzen Film im eingebauten Kinosaal verdeutlicht. An einem Zeitstrahl im Ausstellungsraum wurde uns die Entstehungsgeschichte unseres Planeten und des diesen bevölkernden Lebens gezeigt. Ein Schüler durfte sogar auf der sogenannten Rüttelplatte die Stärke eines Erdbebens nachempfinden.

Als krönenden Abschluss durften wir nach der Verteilung von modischen blauen und gelben Sicherheitshelmen, den Bohrturm erklimmen. Nach der Bezwingung von zahlreichen Treppenstufen waren wir schließlich auf der Aussichtsplattform angekommen und konnten den 83 Meter hohen Turm bestaunen. Zum Abschluss rundeten wir das Ganze mit einer Besichtigung der verwendeten Bohrer und Bohrköpfe ab, bevor wir auch schon wieder die Rückfahrt nach Amberg antraten und unseren Nachmittagsunterricht - wie jede Woche - absaßen.

Carina Fischer und Lilly Hüttner, 10a

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