+++ Das Sekretariat ist zu den normalen Öffnungszeiten erreichbar. +++ +++ Kunstwerk des Monats "Unsere Schulfamilie bleibt vernetzt" +++ +++ Der Unterricht wird online unter https://www.mebis.bayern.de/ fortgeführt. +++  +++ Am 01.03.2020 ist das Masernschutzgesetz in Kraft getreten. Beachten Sie hierzu bitte unser Anschreiben sowie die Elterninformation des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus +++

Aktuelles

Die Theatergruppe der Oberstufe des Erasmus-Gymnasiums hat heuer Frank Wedekinds Theaterstück „Frühlings Erwachen“ aus dem Jahr 1891 einen neuen Anstrich verpasst: Der alte Text wurde von den SchülerInnen, die sich aus den Jahrgangsstufen 10 bis 12 zusammensetzt, bereits in den Sommerferien in Teams eigenhändig umgeschrieben und in unsere heutige Zeit versetzt! Doch die Arbeit hatte sich gelohnt: So wurde aus einer männlichen Hauptperson eine weibliche, einige  prekäre Szenen wurden herausgenommen oder umgeschrieben und ein zusätzlicher Handlungsstrang, die unerwiderte Liebe Mos zu Melchior, wurde hinzugefügt. So entstand ein eigenes Stück, bei dem die Protagonisten zwischen schulischem Leistungsdruck und medialer Reizüberflutung nicht mehr wissen, was sie von Leben, Liebe und Sex erwarten können und sollen. Die humorvolle Kindertragödie (!), so wollte übrigens auch Wedekind sein Stück verstanden wissen, zeigt anhand dreier Hauptfiguren unterschiedliche Wege auf, diesen Problemen zu begegnen. Dies führt bei Wendla (Evangelia Tsakou) zu Konflikten mit ihrer religiösen Mutter (Lisa Brandel) und Melchior (Manuel Pfitzner) wird vor den Disziplinarausschuss (Ninon Stauber, Maritta Singer, Luana Brahimi, Felicitas Groth) von Direktor Sonnenstich (Thomas Neubauer) erniedrigt. Die Schülerinnen (Ronja Bergler, Jana Jüntgen, Amelie Spörer, Hanna Theiss) schwanken zwischen Sensationslust und Hilfsbereitschaft, sind aber auch selbst mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. So bekommt keiner mit, wie verzweifelt Mo (Julia Eikam) ist und sich das Leben nimmt. Auch Melchior erhält keinerlei Unterstützung von seinen Eltern (Andrea Anthofer, Sebastian Piehler), sie schieben ihn ab in ein strenges Internat. Während die kindliche Wendla von den coolen Mädchen (Merit Matuschek, Karina Hartmann) akzeptiert werden will, entdeckt sie allmählich ihre Sexualität und wird aufgrund mangelnder Aufklärung von Melchior schwanger. Durch eine dubiose Abtreibungsmethode aus dem Internet stirbt auch sie, da ihre Mutter eine ungewollte Schwangerschaft nicht verkraften und billigen kann. Nachdem also zwei Mädchen tot sind, kommt es zur finalen Szene, bei der die tote Mo als Geist ihren besten Freund Melchior auf die Seite des Todes ziehen will. Doch eine alte Dame, eine Allegorie auf das Leben (Elisabeth Hench), schafft es, dass sich Melchior für das Leben, sei es auch momentan beschwerlich und chaotisch, entscheidet.

Viel Arbeit steckte das Team heuer in den Bühnenbau: mit Hilfe von Raphael Gradl, Leo Ringer, Herrn Roth und Herrn Romfeld wurden große Bühnenelemente gebaut. Umso mehr tat es weh, dass der Termin für die ursprüngliche Aufführung aufgrund der Corona- Situation platzte und die Eltern der Schauspieler das Stück nicht sehen konnten. Dennoch konnte es einmal in ganzer Länge vor der gesamten Q12 vorgeführt werden, wobei auch einige Lehrer sich einfanden. Der lange Applaus und das große Lob entschädigten die Schülerinnen und Schüler und StRin Elisa Romfeld für die intensiven Proben und zeigten, dass sich dieses großartige Projekt, an dem so viele teilhatten, gelohnt hat!

Mit dem Fortgang der Q12 verliert die Theatergruppe großartige Schauspieler. Jedoch bleibt zu hoffen, dass diese Produktion, bei der auch bei den Proben viel gelacht wurde, allen in bester Erinnerung bleiben wird.

Elisa Romfeld

KwdM Mai20

Carina Fischer Q12

 Plakatentwurf 

Bei Erfahrung von häuslicher oder sexueller Gewalt können sich betroffene Kinder und Jugendliche oder Personen, die auf Gewalt in ihrem Umfeld aufmerksam werden, u. a. bei den nachfolgend genannten Einrichtungen außerhalb der Schule beraten lassen:

  • Die Nummer gegen Kummer ist unter Tel. 116 111 montags bis samstags von 14 – 20 Uhr erreichbar.
  • Bei der bke-Jugendberatung können Jugendliche andere junge Menschen als Gesprächspartner finden und Kontakt zu erfahrenen Beraterinnen und Beratern aufnehmen.
  • Das Hilfetelefon ist unter Tel. 0800 22 55 530 bei allen Fragen und für Hilfe bei sexuellem Kindesmissbrauch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag, Mittwoch und Freitag von 9 – 14 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 15 – 17 Uhr.
  • Save me online hilft, wenn statt einer telefonischen Beratung bei sexuellem Kindesmissbrauch lieber Online-Hilfe per E-Mail gewünscht ist.
  • Auf dem Hilfeportal Sexueller Missbrauch finden Betroffene weitere Informationen und Ansprechpartner.

Diese Ansprechstellen sind auch auf der Internetseite des Staatsministeriums genannt (https://www.km.bayern.de/schueler/meldung/6941/hier-finden-schueler-und-eltern-beratungsangebote-und-unterstuetzung.html).

Darüber hinaus können sich Schüler und Eltern an die Beratungslehrkräfte sowie an die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen an den Staatlichen Schulberatungsstellen wenden. Die Kontaktdaten sind auf der Homepage der für den jeweiligen Bezirk zuständigen Staatlichen Schulberatungsstelle unter www.schulberatung.bayern.de zu finden.

Dieses Jahr sollte ein ganz Besonderes werden: zum 40. Mal sollten Schülerinnen und Schüler aus unserer Partnerstadt Périgueux nach Amberg kommen und eine tolle Zeit bei ihren neuen Freunden verbringen. Und im Frühjahr sollten die Amberger Schülerinnen und Schüler ins Périgord reisen um das savoir-vivre kennenzulernen. Das war zumindest der Plan.

Logo 40 Jahre Schueleraustausch EG 2019 ohne Erasmus

Am Dienstag, den 10.12.19, brachen 30 französische Schülerinnen und Schüler des Collège Clos-Chassaing mit ihrer Deutschlehrerin Madame Andrée Paré, die von ihren Kollegen Monsieur Jean Bourdoncle und Monsieur Jean-Baptiste Raison begleitet wurde, auf um die Vorweihnachtszeit in der Oberpfalz zu verbringen. Selbst die stellvertretende Schulleiterin Madame Martine Prothon ließ es sich nicht nehmen, an diesem Jubiläumsaustausch teilzunehmen. Groß war die Aufregung, als die Gäste dann endlich am EG ankamen, wo sie von ihren Austauschpartnern und deren Familien empfangen wurden. Dies war der Beginn eines ereignisreichen Aufenthalts.

Unsere französischen Gäste wurden am nächsten Morgen von OStD Karl Bösl herzlich begrüßt und durften im Anschluss ins Rathaus, wo sie zusammen mit ihren Austauschpartnern offiziell in Amberg willkommen geheißen wurden. Danach gab es gleich mal die erste Bratwurstsemmel auf dem Amberger Christkindlmarkt. In den nächsten Tagen sollten noch weitere bayerische Köstlichkeiten probiert werden: von Weißwurst mit Brezen über Leberkäse mit süßem Senf bis hin zu Schweinebraten mit Knödel … und natürlich selbstgebackene Plätzchen.

Die Schülerinnen und Schüler aus Périgueux waren aber nicht nur wegen unserer Spezialitäten nach Bayern gekommen. Sie besuchten den Unterricht am EG, lernten Amberg kennen und lieben und machten mehrere Ausflüge. Diese führten sie nach Nürnberg, Bayreuth und Mehlmeisel, wo sie zusammen mit ihren Austauschpartnern den Wildpark und das Tiny Houses Village besuchten und anschließend den Schnee genossen.

Höhepunkt des Aufenthalts war allerdings das gemeinsame Weihnachtskonzert im ACC, das in den französischen Farben erstrahlte. Unsere Gäste hatten unter der Leitung ihres Musiklehrers Monsieur Jean Bourdoncle mehrere Instrumental- und Gesangsstücke einstudiert, die sie unter viel Applaus vortrugen. Dieses gemeinsame Konzert zeigte wieder einmal, dass Musik verbindet.

Am letzten Abend ließen wir den Aufenthalt unserer Gäste bei einem gemütlichen Beisammensein ausklingen, zu dem alle Austauschpartner sowie die Gastfamilien herzlich eingeladen waren.

Am Freitag, den 20.12.19, traten unsere französischen Gäste dann ihre Heimreise an – mit kurzem Zwischenstopp in der Allianz-Arena. Es hieß also Abschied nehmen, allerdings nur bis Anfang März … so dachten wir jedenfalls.

Doch alles sollte anders kommen. Die Koffer waren gepackt, die Gastgeschenke gekauft und alle Vorbereitungen getroffen, als die Nachricht uns bitter traf: aufgrund der Corona-Krise konnte die Fahrt nicht wie geplant stattfinden. Die Enttäuschung auf beiden Seiten war groß, hatten sich doch alle schon so sehr auf das Wiedersehen gefreut. Zum ersten Mal in der Geschichte unseres Schüleraustausches musste die Fahrt nach Périgueux abgesagt werden … eben ein ganz „besonderes“ Jubiläum.

LAssin Karin Bender

KwdM April20


Ungewöhnliche Zeiten führen oftmals auch zu ungewöhnlichen Einfällen. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, das Kunstwerk des Monats, das sonst immer der Kreativität von Schülern entstammt, dieses Mal von einer Lehrkraft erstellen zu lassen, quasi auch als kleinen Gruß an die Schüler zu Hause. Frau Grünauer hat sich freundlicherweise dazu bereit erklärt, ein Bild zum Thema "Unsere Schulfamilie bleibt vernetzt" zu gestalten. Das Netz soll nicht nur Bezug auf den digitalen Unterricht nehmen, sondern auch den Zusammenhalt, gerade in schwierigen Situationen, das Gehalten- und Getragenwerden, verdeutlichen. Wenn auch räumlich getrennt, bleibt die Schulfamilie des EGs dennoch miteinander verbunden.

Vielen herzlichen Dank an Frau Grünauer für dieses äußerst gelungene Kunstwerk!

Dr. Veronika Schweighart

 

 

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