+++ Herzliche Einladung zur Informationsveranstaltung für Viertklässler und deren Eltern am 10.03.2018 ab 9.15 Uhr am Erasmus-Gymnasium (Ablaufplan, Schulflyer, Stundentafel)+++

Geschichte

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Links Oben: OStR Florian Häusler, StR Simon Gräß, OStR Peter Moosburger

Links Vorne: StD Josef Witt, LAssin Nicole Druckseis, StRin Brigitta Biehler

Die Gräueltaten der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit geraten lassen- zu diesem Zwecke besuchten die 9. Klassen am vergangenen Donnerstag im Rahmen des Geschichtsunterrichts das ehemalige Konzentrationslager in Dachau. Dort wurde den Schüler anhand einer Ausstellung, eines Films und einer Führung auf bedrückende Weise vermittelt, was es bedeutete, in einem KZ Häftling zu sein. Nach diesem sicherlich alle sehr nachdenklich stimmenden Tag, war man sich einig- so etwas darf sich nie wieder irgendwo auf der Welt wiederholen.

Text & Bilder: Benedikt Lueger

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An dieser Stelle findest du für jede Jahrgangsstufe das Grundwissen für das Fach Geschichte zusammengefasst auf je einer Seite.

Giftspritzen, Gaskammern, Verbrennungsöfen.

Das alles sind Dinge, die man leicht für Requisiten eines Horrorfilms halten könnte. Doch das, was die 9. Klassen bei der diesjährigen Fahrt zur KZ-Gedenkstätte in Dachau am 16. April 2015 zu sehen bekamen, war keineswegs das Filmset eines Horrorfilms. Die KZ-Gedenkstätte ist ein trauriges Mahnmal aus einer Zeit, deren Grausamkeiten wohl keinen von uns kalt lassen. Als die drei neunten Klassen um kurz nach acht Uhr die Reise antraten, herrschte in den zwei Bussen beste Stimmung. Witze wurden gerissen. Gelächter war zu hören. Doch als wir nach der zweieinhalbstündigen Busfahrt und einem kurzen Fußmarsch schließlich das Tor zum ehemaligen KZ-Gelände durchquerten, schlug die Stimmung um. Fünf Minuten zuvor noch heiter, war sie jetzt eher nachdenklich, fast schon bedrückend.

Als erstes auf dem Programm stand die Besichtigung der im ehemaligen Wirtschaftsgebäude untergebrachten Ausstellung des Konzentrationslagers. Neben Informationen zum Weg in die Nazi-Diktatur und zum Zweiten Weltkrieg konnte man dort viel über die Geschichte des Konzentrationslagers, seine Bedeutung für die Nationalsozialisten und das Leid der Häftlinge erfahren. In der darauffolgenden Führung über Teile des Geländes erhielten wir weitere Informationen, vor allem über die Situation und den Alltag der Häftlinge. So erfuhren wir beispielsweise, dass jedes noch so kleine „Vergehen“, wie z. B. ein falsch gemachtes Bett oder das Schmuggeln von Lebensmitteln, hart bestraft wurde. Die teils sadistischen Strafen dienten hauptsächlich dazu, die Häftlinge einem starken psychischen Druck auszusetzen, da die SS sie jederzeit wegen irgendeiner Kleinigkeit bestrafen konnte und die Inhaftierten somit in ständiger Angst leben mussten.

Eines wurde während der Führung auf jeden Fall klar: Ebenso wie die Vernichtungslager wie Auschwitz war das Arbeitslager in Dachau allein darauf ausgerichtet, Menschen, die in den Augen der Nazis als minderwertig galten – dazu gehörten neben politischen Gegnern insbesondere Juden, Homosexuelle und sogenannte „Asoziale“ – zu zerstören, sowohl durch den täglichen Psychoterror als auch durch unmenschlich harte Arbeit.

Am Ende der Führung besichtigten wir noch eine Baracke, in der die Häftlinge hausen mussten, sowie das Krematorium mit den Verbrennungsöfen und die Gaskammer, von der man bis heute nicht sicher weiß, ob sie jemals zum Einsatz gekommen ist.

Auch wenn es rund 80 Jahre her ist, dass im KZ-Dachau und in anderen in Europa errichten Arbeits- und Vernichtungslagern derartige Grausamkeiten verübt worden sind, ergreift einen blankes Entsetzen, wenn man den ehemaligen Schauplatz eben jener Grausamkeiten aus nächster Nähe zu Gesicht bekommt. Und vor allem in Zeiten von nationalistischen Bewegungen wie PEGIDA und deren zahlreichen Ablegern sollten wir uns im Klaren darüber sein, dass wir einer solch menschenverachtenden Ideologie wie dem Nationalsozialismus nicht noch einmal gestatten dürfen, ihre chauvinistischen, rassistischen und schlicht und ergreifend verachtenswerten „Ideale“ als Legitimation für Unmenschlichkeiten solchen Ausmaßes zu verwenden.

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