+++ Wir wünschen der ganzen Schulfamilie schöne und erholsame Ferien. Am Dienstag, 12.09.2017 gehts dann wieder los ......+++

Bild der Woche

Sie haben schon den ganzen Abend gesucht und keine gefunden? Ihre Frau hat auch keine gefunden? Nichtmal Ihr Doktor hat eine gefunden? Nichtmal der Abgeordnete Ihres Wahlkreises hat eine gefunden? Sie können aufhören zu suchen - es gibt nämlich keine! Schon ein Fünfti versteht, dass die Begriffe "Politik aktuell" und "Erscheinungsdatum 2010" ein formvollendetes Oxymoron darstellen. In selbigem Jahr des Herren war der durchschnittliche Zwölftklässler, welcher das Werk heute zum eifrigen Studium nutzt, in der 7. Klasse und ambitioniert am Lateingrammatisieren. Die Europäische Union hatte noch 27 statt 28 Mitgliedern und Angela Merkel war erst seit frischen fünf Jahren Bundeskanzlerin. Die Eurokrise befand sich noch in einem zaghaften Frühentwicklungsstadium, der Krieg in Syrien war nichts als eine ferne Zukunftsahnung.

Viel - traun fürwahr - hat sich seitdem verändert, eines jedoch ist heute immer noch so wie damals: Für Bildung ist zu wenig Geld da, und deshalb werden Sozibücher schon mal ein halbes Jahrzent lang als aktuell definiert. Wie gut, dass es bezüglich politischer Bildung im Staatsgebiet des See Horsthofer genügt, den Namen des aktuellen Ministerpräsidenten zu kennen!

 

Ein Biologe ward gesichtet, gespannt wie sonst nur seine Unterrichteten beim Abstieg in Medienraum zum Zwecke des Klausurschriebs! Doch sein hochfrequentiertes Aktionspotential war nicht verschwendet. Der mit Ungeduld erwartete Besuch - natürlich Konstantin Wecker, unser Schulpate in der Aktion "Schule ohne Rassismus" - erfüllte alle exponentiellen Erwartungen mit Leichtigkeit. Ein Mahner der Menschlichkeit, dessen Stimme in diesen Zeiten eher noch an Lautstärke zulegen sollte!

 

November - der Monat, der nicht mehr so richtig Herbst und noch nicht so richtig Winter ist. Die Zeit, in der es für Eis essen zu kalt und für Plätzchen verschmatzen zu früh ist. Die Tage, in denen es eigentlich immer dunkel ist (zumindest immer, wenn man gerade nicht in der Schule ist), aber man auch noch keine stimmungsvollen Bäume und Kränze anzünden kann, sondern frierend unter Energiesparlampen vor sich hinlernt / oder zumindest frierend unter Energiesparlampen [beliebiges anderes Verb einsetzen]. Kurz gesagt: das Problem des Monats IST der Monat!

Otto Normalschüler kann in seiner Schmalspürer-Existenz von solchen Einblicken nur träumen! In den Eingeweiden des blauen Schlosses hangelt sich BdW durch die Spaghettikonstruktion des Dachbodens, für die dereinst der italienische Appenin abgeholzt wurde. Plötzlich bricht die Nacht herein und wir finden nicht mehr zurück. Findig sägen wir einen halben Meter Balken heraus und wärmen uns an den prasselnden Flammen. Übermüdet kringeln wir uns um einen Querträger und schmiegen uns an das seidige Holz. Am nächsten Tag brechen wir zu früher Stunde wieder auf, um unsere Expedition zu komplettieren. Wir luren um ein Eck und siehe da: das Ende der Treppe ist erreicht! Der Balkon des Lebens breitet sich vor uns aus!  Wir recken unsere Riechorgel in den frühlen Frischlingswind und schnupppern den neuen Tag. Diese einzigartige Erlebnis wurde von Ihren Steuergeldern finanziert! Werden auch Sie ein Teil des Homepageteams!

 

Wir haben hier ein vorbildliches Integral vorliegen. Es möchte sich gerne im Bereich minus Pi halbe bis bis Pi halbe integrieren. Es möchte Sprachkurse belegen, sich über heimische Gepflogenheiten informieren, landestypische Literatur lesen und Schweinsbraten braten lernen. Und deshalb soll es auch die Chance dazu bekommen! Greifen wir jetzt zu Zettel und Stift und führen die Integration durch!

 

 

Ambitionierte Studiosi, die wir BdW-Redakteure sind, sind wir natürlich stets auf Fortbildung aus. Dazu konsumieren wir als primäres Medium  auch die lokale Tageszeitung, die aktuelle Lokalzeitung, die tägliche Ortszeitung, die örtliche Aktuellzeitung, die zeitliche Örtung...und wenn uns unsere Studien einmal über den Kopf wachsen und die Rechtschreibung vor unseren Augen verschwimmt, suchen wir Ruhe und Erholung in einer Werbebeilage. Über ansprechende Angebote wie dieses hier freuen wir uns besonders!


Das Firmament ist hoch und tiefblau, bauschige Cumuluswolken werden vom Passat über die Steppe getrieben. Die Luft, trocken, heiß wie ein handlesüblicher Haarfön auf Leistungsstufe, riecht nach Affenbrot. Soweit wie das Auge reicht krümeliger  Lehmboden, der vor Trockenheit in giraffenartige Muster zerpringt. Sandkörnchen hüpfen umher und verfangen sich schließlich in schlankem, dezent grün-braunen Steppengras. In der Nähe: ein Wasserloch. Filigrane Flamingos haben sich in der Dreckbrühe versammelt, modisches Pink, Beine wie Zeltstangen. Sie putzen sich gegenseitig, angeln im Wasser nach Krebschen und  Plastiktüten (jedoch nicht den dünngedruckten zum Einpacken von Obst, vgl. EU-Verordnung) und schnurren wohlig unter den Sonnenstrahlen Sibiriens. Verbringen auch Sie ihren nächsten Urlaub in der Region Jakutsk! Oder lassen sie sich im EG-Keller von einem Haufen alter Kartenständer inspirien, welcher sensitive Zeitgenossen sofort auf exotische Gedanken bringt. Schönen Urlaub!

 

Allzu oft holen sie uns unvermittelt ein, die abstrakten Grundfragen des Daseins: Was ist der Sinn des Lebens? Wie kann ich meinen Taschenrechner doch dazu bringen, durch Null zu teilen - und was passiert dann? Bin ich ein freies Individuum? Und ganz besonders: Was ist schön?

Besondere Dringlichkeit erlangt letztere Problematik immer am Anfang eines neuen Schuljahres, wenn die Kunstwerke des alten, für die leider aus irgendeinem Grund kein Platz mehr an der Treppenhauswand war, ihren Besitzern zurückgegeben werden. Man sieht sich mit dem eigenen Erzeugnis konfrontiert und muss sich fragen: soll ich es bis zum Studium aufheben oder gleich wegschmeißen? Der große Komplex von der Suche nach dem Guten, Wahren und Schönen wird so heruntergedampft auf den Gang zum Mülleimer oder eben nicht. Stumme Zeugen davon finden wir zur Zeit überall im Haus.

Ein Tierchen kehrt zurück in seinen Bau - und zack! - DER MOMENT!

Auch dir ist er sicherlich ein Begriff. Du besuchst diese blaue Burg seit 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 Jahren und stehst jedes Mal wieder wie ein Depp vor der Tür...und ziehst...und rüttelst...und ziehst...und wirst schließlich von hilfsbereiten, mitleidigen Passanten darauf hingewiesen: Drücken. Du drückst - und zack! - DER MOMENT! Die Tür schwingt wie von Zauberhand auf.

Mesdames et messieurs, Ladys and Gentlemen, Hunde und Katzen, Willkommen zurück!

Nachdem die letzte Produktion nun schon wieder länger als die versprochene Woche zurückliegt, muss sich BdW noch einmal schnell zusammenreißen, um auf der Zielgeraden des Schuljahres seine Ehre nicht gleichsam im Fahrtwind davonflattern zu sehen. N'est pas? [Oder doch net?] - In Zeiten, in denen alles und jeder immer aktueller und up-ter to date ist, als das Datum selber, muss es auch eine Institution geben, die nach wie vor der Verspätung und Schlamperei huldigt. Daher wählen wir extra dieses Werk als Abschluss: eine Rechnung über 20 Reichsmark, unvergleichlich grobkörnig photographiert, aufgefunden in einer Gerätschaft der Physik-Sammlung. Das ist die Wahrheit, Kinder...

 BdW schleicht sich nun aus dem Schuljahr wie "Dude" Lebowski durchs Leben: disorganisiert, unrasiert, nur teilweise glaubwürdig, in schlechter Auflösung und ultra-entspannt. See ya, Folks!

Copyright © 2017 Erasmus-Gymnasium Amberg. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.
         
Zum Seitenanfang