Das Erlernen von Fremdsprachen ist das besondere Profil des sprachlichen Gymnasiums. Das Angebot an Fremdsprachen des Erasmus-Gymnasiums besteht derzeit (Februar 2016) aus Latein, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch.

 

Latein:

Latein, das ab dem Schuljahr 2016/17 als erste oder zweite Fremdsprache gewählt werden kann, eröffnet als die europäische Basissprache in besonderer Weise den Zugang zu den geschichtlichen, kulturellen und religiösen Wurzeln Europas.
Es gibt gute Gründe, Latein als erste Fremdsprache zu wählen. In der logischen Strukturiertheit ihrer Grammatik und mit einem Wortschatz, der sich in vielen deutschen Lehnwörtern wiederfindet, ist das Lateinlernen eine hervorragende Grundlage für das Sprachenlernen ganz allgemein. Generationen von Latein-Lernenden haben über das Studium dieser gar nicht so "toten" Sprache ein Verständnis der eigenen deutschen Muttersprache erworben.
Die romanischen Sprachen sind ohnehin die "Töchter" des Latein, aber auch ein gutes Drittel des Wortschatzes im Englischen hat lateinische Wurzeln, ebenso kommen viele neu entstandene "Anglizismen" aus Technik, Wirtschaft, Mode und Populärkultur eigentlich aus dem Latein.
In einem Alter, in dem Kinder noch lernwillig und formbar sind, erzieht das Lateinlernen zu Sorgfalt, Konzentration und Ausdauer und fördert das logische Denken. Als erste "echte" Fremdsprache, die nicht überall präsent ist, hat Latein für sprachbegabte Schülerinnen und Schüler zudem die Faszination des Besonderen und wirklich Neuen. Anfangslatein bietet auch solchen Kindern gute Startchancen, die nicht so sprechfreudig sind. Die Lernfortschritte in der zweiten Fremdsprache sind auf der Grundlage von Latein deutlich schneller.
Das Latinum als Nachweis von gesicherten Lateinkenntnissen wird bei einer Anzahl von Studiengängen vorausgesetzt bzw. ist erwünscht.

 

Englisch:

Englisch ist die Weltsprache unserer Zeit und hat als globale Verständigungssprache die Rolle übernommen, die das Latein in Europa von der Antike bis in die Zeit von Renaissance und Humanismus innehatte. Der Englischunterricht ist lebensnah, mit modernen Medien gestützt und sprechintensiv, da Englisch auch im Lebensumfeld der Kinder auf vielen Gebieten überall präsent ist. Englischkenntnisse werden für alle Berufe und Studiengänge mittlerweile als selbstverständlich vorausgesetzt.
Daher hat am Gymnasium auch der Englischunterricht einen höheren theoretischen Anspruch und soll auf die Anforderungen des Studiums hinführen, insofern unterscheidet es sich deutlich vom Grundschul-Englisch.
Bei der Wahl von Englisch als zweiter Fremdsprache wird durch einen schnelleren Lernfortschritt auch für die Anfangs-"Lateiner" bald das gleiche Ausbildungsniveau erreicht wie bei Anfangs-Englisch.

 

Französisch:

Damit können unsere Schülerinnen und Schüler eine zweite bedeutende Fremdsprache lernen. Mit Französisch, das als romanische Sprache auf dem Lateinischen aufbaut, lernt der Schüler nicht nur die Sprache unseres wichtigsten europäischen Partners kennen, sondern gewinnt auch Einblick in den weltweiten französischsprachigen Kulturkreis. 

 

Griechisch:

Es führt an die geistigen Grundlagen unserer Kultur heran. Der Sprachunterricht lässt viele moderne Begriffe u. a. aus Politik, Wissenschaft und Philosophie von ihren Wurzeln her verstehen. In der griechischen Literatur begegnen die Schüler Grundfragen menschlichen Daseins: nach Recht und Moral, nach der besten Staatsform, nach der Verantwortung des Menschen in der Gesellschaft. So trägt Griechisch entscheidend zu einer umfassenden Persönlichkeits- und Allgemeinbildung bei.

 

Italienisch:

Nach dem Erwerb des Latinums (9. Jgst.) kann ab der 10. Jgst. Latein durch Italienisch - eine Tochtersprache des Latein - ersetzt werden. Die Schüler haben damit die Möglichkeit, eine weitere moderne Fremdsprache im Pflichtunterricht zu lernen. Mit Italienisch wird eine Sprache gewählt, die schon auf Grund der geographischen Nähe Bayerns zu Italien interessant ist; aber auch wegen der wirtschaftlichen Verflechtung beider Länder sind gute Italienischkenntnisse später im Beruf von großem Vorteil, ganz abgesehen vom Urlaub.