+++ Einladung zum Infoabend „Cybermobbing“ am Dienstag, 25. Juli 2017, um 19.00 Uhr in der Aula +++

Aktuelles

Am 15.7.2014 stellte Herr Berendes in unseren 5. Klassen zwei Beutegreifer vor, die auch im Landkreis Amberg-Sulzbach ideale Lebensbedingungen vorfinden und sich auf mittlere Sicht wohl auch bei uns ansiedeln würden, wenn man sie nicht bejagen würde. Die erfuhren hierbei viel über die perfekte Anpassung von Luchs und Wolf an ihre Lebensweise und dass etwaige Ängste vor Angriffen dieser Tiere auf Menschen jeglicher Grundlage entbehren.

Wie schon in den vergangenen Jahren reichten 90 Minuten oft gar nicht aus, um all die Fragen unserer, diesen Tieren ohne die bei Erwachsenen leider oft sehr verbreiteten Vorurteile begegnenden Schülerinnen und Schüler zu beantworten.

Wir danken dem überaus kompetenten Referenten für die langjährige Zusammenarbeit.

M. Auernhammer

 

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Am Montag den 23.06.2014 machte sich unsere Gruppe von 19 Personen unter der Leitung von Frau Höfler auf die Reise nach Sylt. Nach einer zehnstündigen Zugfahrt kamen wir dann endlich am Bahnhof in Westerland an. Von dort aus ging es direkt per Taxi zu unserer Unterkunft im 5km entfernten Rantum. Dort bezogen wir gleich unsere Ferienwohnungen, die in einer ehemaligen Kaserne gelegen waren. Nach zwei Stunden Ruhepause trafen wir uns dann ausgerüstet mit Gummistiefeln und Regenkleidung am lokalen Hafen, da von dort aus unser „Abenteuer Watt“ startete. Bei überraschend kalten Temperaturen, eisigem Wind und Nieselregen zeigte uns eine junge Mitarbeiterin der Schutzstation Wattenmeer die Artenvielfalt des Watts, angefangen von Wattwurm, Krebsen, Muscheln bis hin zum Meersalat. Diese wurden uns durch bewusstes Schmecken, Riechen, Fühlen und Sehen näher gebracht. Zurück in der Unterkunft konnte dann jeder seine Kochkünste unter Beweis stellen, da für den 5-tägigen Aufenthalt Selbstverpflegung vorgesehen war. Nach diesem sehr ereignisreichen Tag war es wohl kein Wunder, dass wir alle schon recht früh todmüde ins Bett fielen.

Der zweite Tag startete mit ähnlich schlechtem Wetter, was uns jedoch nicht davon abhielt mit unseren neu erworbenen Leihfahrrädern den Strand und die umliegende Gegend von Rantum zu erkunden. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg, die Metropole Westerland (ca. 9000 Einwohner) kennenzulernen. Manch einer hoffte dort die Shoppingmöglichkeiten nutzen zu können, jedoch wurde uns schnell klar, dass unser Budget nicht einmal ansatzweise dafür ausreichte. Als Folge davon bevorzugten wir dann doch lieber den Strand, wo einige es kaum erwarten konnten, in die Wellen des doch recht kalten Meers zu springen. Nach kurzem Aufwärmen begaben wir uns dann in die noch exklusivere Gegend Sylts: Kampen. In der teuersten Wohngegend Deutschlands waren Luxuskarossen wie Rolls Royce, Bentley und Porsche keine Seltenheit. Nach einer kurzen Wanderung, bei der man unter anderem auch die Uwe Düne (größte Wanderdüne Deutschlands) betrachten konnte, besuchten wir auch dort kurz den Strand und machten uns anschließend wieder auf den Heimweg.

Der Mittwoch gestaltete sich als der wohl informativste Tag. Vormittags besuchten wir das Naturgewaltenmuseum in List, das einigen Schülern die Möglichkeit bot, wertvolle Informationen für ihre Seminararbeit zu sammeln. Dieses konnte auf eigene Faust erkundet werden und man hatte auch die Option aufschlussreiche Gespräche mit Ansprechpartnern zu führen.

Nachmittags nahm ein Teil der Gruppe an einer Kutterfahrt zu den Seehundbänken teil. Dabei konnten bei stürmischer See viele Robben gesichtet werden. Auch ein direkter Seetierfang wurde vom Kapitän ausführlich erläutert und die verschiedensten Meerestiere – von Seestern bis Garnelen – konnten genauer betrachtet und untersucht werden, bevor diese wieder ins Meer zurückgegeben wurden. Trotz Regens kehrten alle mit Begeisterung und einem großen Hunger zurück. Glücklicherweise war gleich im Anschluss das Abendessen in der alten Bootshalle von „Gosch“ geplant. Dort wurden wir mit regionalen Spezialitäten, wie z.B. Hummer, Krabben oder Fische verköstigt.

Donnerstag hatte jeder sein individuelles Programm, da Treffen mit verschiedenen Ansprechpartnern zur jeweiligen Seminararbeit stattfanden. Einige Schüler besuchten erneut das Naturgewaltenmuseum auf List, andere nahmen an einer Führung zum Thema „Schutz des Wattenmeeres“ am Strand von Hörnum teil, wieder andere informierten sich über die Austernzucht auf Sylt. Abends versammelten sich dann alle zu einem gemeinsamen Public Viewing, um unsere Nationalmannschaft gegen Ghana anzufeuern.

Dieses gemeinsame Erlebnis und der Sieg Deutschlands rundetendie Exkursion ab und wir begaben uns am Freitag auch schon wieder auf die lange Heimreise. Pünktlich um Mitternacht kamen wir im heißgeliebten bayrischen Amberg an, wo wir nach diesen doch recht kühlen Tagen im Norden, von angenehm warmen Temperaturen empfangen wurden.

Alles in Allem hatten wir eine wunderschöne, entspannte Woche, in lockerer Atmosphäre, in der wir viele wertvolle Informationen für unsere Seminararbeit sammeln konnten. Zum Schluss lässt sich nur noch sagen:

„Moin Moin, ihr Landratten!“

Johanna Weizer, Christian Hausmann

Vortrag von Alexander Golfidis zur Suchtprävention

Cover „Sucht entsteht auf der Suche nach einem guten Zustand – die normale Psyche ist Chaos, wandert mühelos von glücklich bis betrübt, von munterer Heiterkeit bis zu seelischer Qual – aber mit Drogen konnte man immer einen guten Zustand haben. Dann besteht die Sucht noch aus Gier. Das ewige »Ich will und ich will« (...). Der letzte Bestandteil der Sucht war die Gewohnheit, in der das anfängliche dumme Tun mündete und dann wie ein stetig reißender Strom sein Handlungsmuster grub, welches sich am Schluss scheinbar unüberwindlich in meinem Dasein manifestierte.“

Zitat aus: "Der Heroin-Schuster" von Alexander Golfidis, Verlag Alexander Golfidis

In Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat konnte zum Thema Suchtprävention Herr Alexander Golfidis gewonnen werden. Herr Golfidis war selber 15 Jahre von Drogen abhängig und hat es nach vielen harten Zeiten und auch Rückschlagen nun geschafft clean zu werden und dies auch zu bleiben. In einem Vortrag für die 10 c und die beiden 9. Klassen schildert er eindrucksvoll und sehr anschaulich seine Kindheit in Neuaubing.

Dazu zitiert er auch aus seinem Buch „Der Heroin-Schuster“. Er versucht die Umstände darzulegen, welche u.a. den Weg in seine Sucht bereitet haben. Die Verhältnisse an seiner damaligen Schule schildert er sehr offen und direkt. Schrittweise wird das Abgleiten in die völlige Abhängigkeit dargestellt. So waren es zu Beginn die Alkohol-Mutproben in der Clique bis hin zum täglichen Heroinschuss. Auch die Beziehung zu seinem Freundeskreis und somit auch der weitere Kontakt zur Drogenszene in München wird erläutert und soll den Schülern somit einen Zusammenhang für seinen Lebensweg geben.

Allerdings betont er auch, dass seine eigene Neugier mit eine große Rolle gespielt hat. Laut Herrn Golfidis Berechnungen hat er sich annähernd 16.000 Spritzen während seiner Drogensucht injiziert. Bis zu jenem Zeitpunkt, an dem er selbst gemerkt hat, dass es so nicht mehr weiter gehen konnte, dass so sein Lebensende wohl bald erreicht wäre. Er schildert seinen körperlichen Verfall und veranschaulicht dies auch noch durch Fotos aus der damaligen Zeit. Trotz seines starken Willens die Drogensucht zu bekämpfen und mit positiven Visionen für die Zukunft, musste er viermal einen Entzug durchziehen. Er berichtet von den körperlichen Schmerzen und dem harten Kampf den Drogen zu widerstehen.

Dies möchte er niemals wieder erleben und das ist auch seine Intention, Vorträge in Schulen zu halten, damit die Jugendlichen nicht in die Drogensucht geraten und solche Zeiten durchleben müssen. Die Schüler hörten gebannt und ernst seinem Vortrag zu und hatten zum Schluss auch noch Zeit, Fragen an Herrn Golfidis zu stellen.  

Herzlichen Dank an den Elternbeirat, der diese Vorträge finanziert hat und insbesondere an Frau Bogenberger, die den Kontakt mit Herrn Golfidis in die Wege geleitet hat.

OStRin Höfler

Um 6 Uhr am 28.05.2014 machten sich die mehr oder weniger ausgeschlafene Schüler der 11. Jahrgangsstufe auf den Weg nach Weimar. Bei der Studienfahrt dieses Jahr gab es die Neuerung, dass aus der bisherigen 2-Tagesreise eine Tagesfahrt wurde, weshalb wir so früh von Amberg aus losfahren mussten.

Nachdem die zwei Busse in Weimar angekommen waren, wurden wir in 3 Gruppen aufgeteilt, in denen wir zeitlich versetzt eine Stadtführung von Frau Röder erhielten, das Goethe-Nationalmuseum mit dem Wohnhaus des Dichters besuchten und auch Zeit zur freien Verfügung in der Stadt hatten. Trotz des ungemütlichen Regenwetters gelang es Frau Röder, uns die Geschichte der Stadt und ihrer berühmten Gebäude, wie zum Beispiel das Rathaus Weimars oder die Residenz des Herzogs, interessant darzulegen. Die darauf folgende Zeit, in der wir kein Programm hatten, nutzen wir um etwas zu essen oder noch weiter die Stadt zu erkunden. Während nun die eine Gruppe durch die Stadt geführt wurde oder Freizeit hatte , besichtigte die andere das Wohnhaus Goethes. Es war aufschlussreich zu sehen, wie das Zuhause von Deutschlands größtem Dichter eingerichtet war und wie er seine Zeit verbrachte.

Abschließend führte uns Frau Röder noch durch die Ausstellung des Museums, die Goethes Leben, aber auch die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Klassik beleuchtete, und ebenso wurden auch andere Seiten des Dichters gezeigt, wie sein naturwissenschaftliches Engagement oder seine Tätigkeit als Minister am Weimarer Hof. Nach diesem Exkurs begaben wir uns auf den Rückweg in die Heimat, müde zwar, aber ein kleiner Funke der Klassik ist auch auf uns übergesprungen.

Unser Dank gilt den Busfahrern und natürlich den begleitenden Lehrkräften der Deutschkurse Fr. Häusler, Hr. Frauenholz, Fr. Bieler und Fr. Druckseis.

Matthias Neubauer & Alexander Wolfram, Q11

 

Weimarfahrt 2014

…hieß es am vergangenen Dienstag Nachmittag für die Klassen 10a und 10b. Wir waren per Direktschaltung zu Gast auf einem internationalen Forschungsschiff dieses Namens mitten im Pazifik, grob gesagt zwischen Marianengraben, Japan und den Philippinen.

Warum dies? Die Joides Resolution befindet sich zurzeit auf Expedition Nr 351, einer Forschungsreise im Auftrag der Plattentektonik, nicht ganz zufällig unserem derzeitigen Lernstoff. Das Schiff sucht nach den Ursachen der Plattenbewegung, und bohrt, um deren Geheimnisse zu entschlüsseln, in 4.700 Metern Wassertiefe noch einmal weit über einen Kilometer in die Erdkruste hinein. Letztendlich geht es um die Ursachen von Kontinentaldrift, Erdbeben und Vulkanismus.
Schon der Name des Schiffes ist Programm: Resolution war der Name jenes Dreimasters, mit dem der große Entdecker James Cook seine zweite und dritte Weltreise antrat. Joides steht für `Joint Oceanographic Institutions Deep Earth Sampling´, also eben dafür, dass man in der Tiefe des Ozeanbodens Geheimnisse lüftet, und dies in einer weltumspannenden Forschungsgemeinschaft, die internationaler nicht sein könnte: Wir sprachen per Skype mit Geologen und Geophysikern aus den USA, Großbritannien, Japan, den Niederlanden und Deutschland.
Ermöglicht hatte dieses Treffen Dr. Philipp Brandl, selbst EG-Absolvent. Zusammen mit Michael Prosalik, Lehrer an einer US-amerikanischen High School, moderierte er die Führung über das Schiff und durch viele Labors. Wir wurden Zeugen, als ein Bohrkern aus den Tiefen des Ozeans auftauchte, unterhielten uns mit einem britischen Geophysiker über die aktuelle Schwäche des Erdmagnetfelds und lernten viel über den Forschungs- und Lebensalltag auf dem Schiff. In einem anschließenden Interview konnten wir alle denkbaren Fragen loswerden, angefangen mit den bisherigen Ergebnissen der Expedition, dem finanziellen Aufwand bis hin zur Frage wie man tropischen Wirbelstürmen auf See trotzen kann oder wie man zwei Monate lang ein Bohrschiff metergenau auf Position und die Moral der Crew hochhält. Letzteres, so lernten wir, läuft unter anderem über gutes Essen und sogar eine Karaoke-Session. Japan ist eben nicht weit!
Diese Stunde brachte aktuelle Forschung zum Greifen nahe und ging damit weit über das Schulbuchwissen hinaus. Dass ein Großteil der Unterhaltung und der Schiffsführung auf Englisch verliefen, versteht sich dabei von selbst!
Thanks for having us aboard! Wir wünschen der Joides Resolution einen weiterhin guten, erfolgreichen Verlauf ihrer Forschungsreise Nummer 351!

Interesse geweckt? Mehr unter: http://joidesresolution.org/

 

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